Neues Mietrecht 2026: So ändern sich die Regeln für die Vermietung in Schweden

Neues Mietrecht 2026: So ändern sich die Regeln für die Vermietung in Schweden

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Am 1. Juli 2026 tritt eine der größten Veränderungen auf dem schwedischen Mietmarkt seit mehreren Jahren in Kraft. Der Riksdag (das schwedische Parlament) hat die Regierungsvorlage Ein flexiblerer Mietmarkt (prop. 2025/26:187) beschlossen, und die Reform betrifft sowohl Sie als hyresvärd (Vermieter) als auch Sie als Wohnungssuchende. Wir von Bofrid erklären hier, was sich tatsächlich ändert – und was das in der Praxis bedeutet.

Kurze Zusammenfassung

  • Es wird ein völlig neues privatuthyrningslagen (Gesetz über die private Vermietung) für Privatpersonen eingeführt, die bis zu zwei Wohnungen vermieten.
  • Freiere Mietfestsetzung mit Vertragsfreiheit, aber weiterhin ein Schutz vor unangemessenen Mieten.
  • Erweiterte Möglichkeiten zur Untervermietung einer bostadsrätt (Wohnung im Eigentum einer Wohnungsgenossenschaft) – frühere Vermietungen fallen weniger ins Gewicht.
  • Modernisierte Regeln für die blockhyra (Blockmiete), für Firmenwohnungen und für Sharing-Wohnformen (delningsbostäder, Co-Living).
  • Alles gilt ab dem 1. Juli 2026.

Neues Gesetz über die private Vermietung

Das neue privatuthyrningslagen (Gesetz über die private Vermietung) gilt, wenn eine Privatperson höchstens zwei Wohnungen vermietet, die nicht Teil der eigenen Wohnung sind. Ziel ist ein klareres und leichter zugängliches Regelwerk – die heutige Gesetzeslage wurde lange als kompliziert und schwer auslegbar empfunden.

Kurz gesagt bedeutet das Gesetz Vertragsfreiheit bei der Miete, während der hyresgäst (Mieter) weiterhin einen Schutz vor unangemessenen Mieten behält. Das heißt: Sie als Vermieter haben mehr Spielraum, die Bedingungen frei zu vereinbaren, dürfen aber nicht jede beliebige Miete verlangen.

Einfachere Untervermietung einer bostadsrätt

Einer der meistdiskutierten Punkte betrifft die Untervermietung von bostadsrätt-Wohnungen. Bisher konnte die Tatsache, dass eine Wohnung bereits vermietet war, neue Vermietungen einschränken. Nach den neuen Regeln soll eine frühere Vermietung nur dann berücksichtigt werden, wenn sie in erheblichem Umfang stattgefunden hat.

In der Praxis führt das dazu, dass mehr Menschen ihre bostadsrätt über längere Zeiträume vermieten können als heute. Die Reform zieht außerdem eine klarere Grenze zwischen der Untervermietung und der Aufnahme eines inneboende (Untermieter im eigenen Haushalt, Lodger).

Blockmiete, Firmenwohnungen und Sharing-Wohnformen

Die Regeln für die blockhyra (Blockmiete) werden modernisiert, damit sie besser zu heutigen Wohnformen passen. Bei der Blockmiete mietet ein Akteur mindestens drei Wohnungen als "Block" und vermietet sie seinerseits weiter – zum Beispiel an Angestellte (Firmenwohnungen) oder an Personen, die jeweils ein Zimmer mieten und Gemeinschaftsflächen teilen (delningsbostäder, auch Co-Living genannt).

Gleichzeitig werden Mechanismen eingeführt, die einen Missbrauch des Systems verhindern sollen.

Was bedeutet das für Sie?

Sie sind...Was die Reform bedeutet
Privater VermieterKlarere Regeln und mehr Vertragsfreiheit bei der Vermietung von bis zu zwei Wohnungen.
Inhaber einer bostadsrättEinfachere Untervermietung über längere Zeiträume.
MieterWeiterhin Schutz vor unangemessenen Mieten – aber ein beweglicherer Markt.
UnternehmenBessere Möglichkeiten, Personalwohnungen über die Blockmiete zu organisieren.

Die Reform hat sowohl Lob als auch Kritik geerntet. Befürworter meinen, dass mehr Wohnungen verfügbar werden und der vorhandene Bestand besser genutzt wird. Kritiker, darunter die Hyresgästföreningen (schwedischer Mieterverband), warnen vor einem größeren und stärker unregulierten Untermietmarkt.

Zusammenfassung

Ob Sie nun vermieten möchten oder ein neues Zuhause suchen – es lohnt sich, die neuen Regeln zum 1. Juli 2026 im Blick zu behalten. Bei Bofrid helfen wir Ihnen, sich auf dem Mietmarkt zurechtzufinden – vom ersten Kontakt bis zum unterschriebenen Vertrag.

Dieser Artikel ist allgemeine Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Prüfen Sie stets die endgültigen Gesetzestexte oder wenden Sie sich in Ihrem Einzelfall an einen Juristen.

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